PRO COMPLETE 44, MOBILES SPORTBODEN
ANLEITUNG FÜR PLANER UND INSTALLATION

D 12.1


INFORMATION ZU PRO COMPLETE 44

D 1.0

Allgemeine Informationen
Sportbodensysteme

D 12.1

Anleitung für Planer und
Installation

Tabelle 1

1. SYSTEMSPEZIFIKATION

Das mobile Sportbodensystem Pro Complete 44 basiert auf 22 mm starken Massivholzdielen, diese werden werkseitig zu handlichen Paneelen vormontiert.

Diese Paneele werden werkseitig mit Metallwinkeln ausgerüstet, die die Paneele fixieren.

Längsseitig haben die Paneele eine Nut- Federverbindung und werden an der Stirnseite mit, wiederverwendbaren, losen Federn verbunden.

Unter den Paneelen sind mehrere vorfixierte Birkenlatten zusammen mit weichem Polyurethanschaum angebracht, um optimale Stoßdämpfung und Elastizität zu gewährleisten. Durch verstärkte Aluminiumkanten erzielen die Paneele zusätzliche Stabilität. Die Bauhöhe beträgt 44 mm.

Leistung: Dieser Boden wird als flächenelastisch mit hoher Stoßdämpfung und Elastizität eingestuft und eignet sich für Ballspiele, Fitness und Aerobic sowie für den temporären Einsatz, z.B. bei internationalen Turnieren, die spezielle Spiellinien erfordern. Dieses Bodensystem entspricht vollständig der Norm EN 14904:A4.

Flexible Installation - Mittelreihenpaneele: Für eine schnellere und flexiblere Installation setzen Sie Junckers CenterRow-Paneele ein, die eine beidseitige Installation ermöglichen.

Abschlussrampe: Eine Metalabschlussrampe um die Bodenfläche herum bietet starke, schützende und feste Kanten zur Begrenzung.

Lagerung mit Stapelwagen: Der von Junckers speziell entwickelte Stapelwagen macht den Transport und die Lagerung der Paneele einfach.

Informieren Sie sich umfassend: Bitte beachten Sie, dass die vollständige Dokumentation dieses Bodensystems auch allgemeine Informationen und Anleitungen für Planer und die Installation umfasst. Siehe Tabelle 1.


2. ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN

Klimabedingungen:
Die relative Luftfeuchtigkeit im Gebäude sollte zwischen 35 und 65 % liegen. Die Temperatur sollte zwischen 18 und 25 °C liegen. Das zu verlegende Material muss unter den gleichen klimatischen Bedingungen gelagert und/oder akklimatisiert werden, unter denen es installiert wird, um ein anfängliches Schrumpfen oder Schwellen der Module aufgrund plötzlicher Änderungen der relativen Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

Zeitrahmen für die Verlegung:
Dieser Boden sollte innerhalb von zwölf Wochen verlegt werden. Falls eine längere Wartezeit erforderlich ist, wenden Sie sich bitte an unsere technische Abteilung.

Ebenheit des Unterbodens: Der Unterboden muss gemäß den Empfehlungen in Abschnitt 8, Ebenheit des Unterbodens, eben sein.

Sporttore und schwere Geräte:
Wenn tragbare Sporttore auf dem Boden aufgestellt werden, muss im Bereich unter den Toren eine Sperrholzplatte anstelle des Schaums verwendet werden. Normalerweise wird für jedes tragbare Tor eine Sperrholzfläche von 2,4 x 2,4 m mit der Dicke des Schaums benötigt.

Beim Bewegen von schweren Geräten über den Boden, wie z.B. Toren und Scherenhebebühnen, muss zum Schutz der Spielfläche immer 1 Lage 18 mm starker „Bahnen“ aus Sperrholz zwischengelegt werden.

Lackierte Flächen und vor Ort aufgetragener Lack
Für die starke Lackierung von Bodenbereichen mit bauseitig aufgebrachtem Lack sollte ein Rollauftragsverfahren angewendet werden. Um eine Verklebung zwischen den Paneelen zu verhindern bzw. zu minimieren, muss der Boden innerhalb der ersten 72 Stunden nach dem Auftragen der Farbe oder des Lacks demontiert werden. Verwenden Sie ein Universalmesser zum Durchschneiden der Farbschicht, um eine saubere Unterbrechung zwischen den Paneelen zu schaffen, wenn der Boden das erste Mal demontiert wird. Halten Sie den empfohlenen Farb-/Lackverbrauch pro m² ein.


3. BODENKOMPONENTEN - PRO COMPLETE 44

  1. Junckers 22 mm 2-stab
    Massivholzpaneele

    Holzarten, Sortierung und Oberflächenbehandlung:
    Buche Premium, seidenmatt lackiert
    Ahorn Champion, seidenmatt lackiert

    Breite x Länge:
    Volle Größe 0,93 m²: 517,5x
    1.800 mm
    Halbe Größe 0,47 m²: 517,5x900 mm

  2. Montage: Vorgefertigte Metallwinkel

  3. Latten
    Vormontierte Latten aus Birke 18 x 70 mm mit einer stoßdämpfenden Schaumstoffschicht.
    Gesamte Lattenhöhe: 22 mm

  4. Abschlussrampe
    Schwarz lackiertes Aluminium

  5. Feuchtigkeitssperre auf Beton
    Min. 0,20 mm PE-Membran, z. B. Junckers SylvaThene.

Abb. 1


4. TRAGFÄHIGKEIT DES SYSTEMS

Die Tragfähigkeit des Systems hängt von der Art der Belastung ab, siehe Tabelle 2. Siehe auch Datenblatt D 1.0 - Steifigkeit und Tragfähigkeit von Böden.

TABELLE 2

Lastarten

System

Flächenlast
pro  m²

Punklast
ø25 mm

Punktlast
100x100 mm

Radlast

PC 44

1.000 kg

350 kg

500 kg

Siehe D 1.0
Tabelle 1


5. AUSWAHL DES UNTERBODENS

Der Untergrund muss trocken und selbsttragend sein und aus Beton oder Leichtbeton bestehen.


6. VOR BEGINN DER VERLEGUNG DES BODENS

Das Gebäude muss wetterdicht sein. Die Heizungsanlage muss installiert und geprüft sein. Während der Heizperiode sollte eine konstante Wärmezufuhr gewährleistet sein.

Betonfertigteile, einschließlich des Gießens von Sockeln für Einbauten und Armaturen, Estricharbeiten sowie andere nasse Gewerke, die Feuchtigkeit in das Gebäude einbringen können, z. B. das Grundieren von Anstrichen, müssen ebenfalls abgeschlossen sein.

Die relative Luftfeuchtigkeit im Gebäude muss im Bereich der zu erwartenden relativen Luftfeuchtigkeit bei Nutzung des Gebäudes liegen, und die Raumtemperatur sollte ca. 20 °C betragen.


7. FEUCHTIGKEITSSCHUTZ

Zur Beurteilung der Untergründe, deren Vorbereitung und ihre Verlegereife verweisen wir auf die aktuellen Merkblätter der TKB.

Auf Betonuntergründen mit Durchfeuchtungsgefahr muss direkt auf dem Untergrund eine Feuchtigkeitssperre aus 0,20 mm starker PE-Membran, z. B. Junckers Moisture Barrier, verlegt werden.


8. EBENHEIT DES UNTERGRUNDES

Um eine sichere und langlebige Verlegung gewährleisten zu können, ist es wichtig einen ebenen Untergrund zu haben. Daher empfiehlt Junckers eine Unebenheitstoleranz von max. 2 mm auf eine Richtdistanz von 1,5 m.

Die Prüfung ist mittels einer Richtlatte und Messkeil durchzuführen. Liegen die Unebenheiten im Untergrund nicht in der Toleranz, ist eine entsprechende Bearbeitung der Untergründe erforderlich.


9. NETTO-MATERIALVERBRAUCH

Nettoverbrauch für ein 608 m² großes Basketballfeld nach den offiziellen FIBA-Regeln, 19 x 32 Meter (einschließlich 2 Meter Sicherheitszone um das Spielfeld):

Paneele in voller Größe: 665 Stück.
Paneele in halber Größe: 38 Stück.
Lose Zungen: 717 Stk.

Junckers Sylvathene Feuchtigkeitssperre, 0,2 mm PE-Membran: 700 m² inkl. Überlappungen.
Entnahmehaken: Zum Herausziehen loser Zungen bei der Demontage des Bodens.

Optional:
Mittelreihenpaneele/CenterRow Panels
Stapelwagen. Ein Wagen fasst 40 Paneele in voller Größe.

Die berechnete Bodenfläche:
Die berechneten m² Boden werden aufgrund der Paneelgröße in den meisten Fällen etwas größer ausfallen als die angegebene Bodenfläche.


VERLEGUNG DES BODENS


1. FEUCHTIGKEITSSPERRE

Es wird eine Feuchtigkeitssperre aus min. 0,20 mm starker PE-Membran verlegt, z. B. Junckers Sylvathene.

Diese Feuchtigkeitssperre ist mit einer Überlappung von 200 mm an allen Fugen zu verlegen. Das Polyethylen ist an allen Überlappungsstößen mit einem 50 mm breiten Klebeband Band abzukleben.


2. INSTALLATION - ERSTE REIHE

Halten Sie einen Abstand von 500 mm zur Wand und zu festen Installationen ein, um freien Zugang zu behalten und die Montage von losen Zungen zu ermöglichen.

Die erste Reihe Paneele wird in einer geraden Linie verlegt, wobei die Verlegebleche in Verlegerichtung zeigen. Die Paneele werden an den Enden mit losen Verbindungszungen verbunden (siehe kleine Zeichnung).

Alle Paneele sollten auf der Rückseite oder auf der Metallhalterung nummeriert werden, um zu gewährleisten, dass sie bei jedem Verlegen des Bodens korrekt platziert werden, damit Linienmarkierungen usw. ausgerichtet sind.


3. INSTALLATION - NÄCHSTE REIHEN

Die Paneele werden in einem ineinandergreifenden Muster verlegt, so dass alle Endstöße 900 mm von Reihe zu Reihe versetzt sind.

Die Paneele werden mit Nut und Feder in Längsrichtung dicht aneinander gepresst, bevor sie in die Metallhalterung gedrückt werden, z. B. mit einem Gummihammer.

Für die letzte Reihe werden Paneele ohne Verlegebleche verwendet.


4. TRAGENDE ABSCHLUSSRAMPE

Eine unterstützende und schützende Kantenrampe bildet einen starken Rand rund um den Boden.

Beginnen Sie mit den 8 Eckprofilen und setzen Sie dann die Rampe ein. Verwenden Sie ggf. einen Gummihammer.

Stellen Sie sicher, dass die Rampe korrekt positioniert ist, um die Paneele effektiv zu unterstützen (siehe kleines Bild).


5. FLEXIBLER EINBAU - MITTELREIHENPANEELE

Mittelreihenpaneele/Centerrow panels sind für diesen Bodentyp auf Anfrage erhältlich.

Diese Paneele sind an allen Seiten mit Metallwinkeln versehen und werden im Zentrum des Bodens als Startreihe ausgelegt.

Auf diese Weise können zwei Installationsteams gleichzeitig arbeiten.


6. DEMONTAGE

Entfernen Sie lose Verbindungszungen mit dem Entnahmehaken und demontieren Sie die Paneele beginnend mit dem zuletzt montierten Paneel reihenweise.

Nehmen Sie die Paneele vorsichtig auf und stapeln Sie sie in den Lagerwagen. Stapeln Sie die Paneele Oberseite gegen Oberseite und Rücken gegen Rücken sowie um je 5 cm versetzt, so dass die Latten aufeinander liegen und keinen Druck auf den Schaum ausüben.

Die Paneele müssen bei der gleichen relativen Luftfeuchtigkeit gelagert werden, wie wenn der Boden in Gebrauch ist.

keyboard_arrow_up



picture_as_pdf